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Wintersport-Feier trotz Brandkatastrophe? So wird der Ski-Weltcup in Crans-Montana weitergeführt

Crans-Montana (Schweiz) – Die verheerende Brandkatastrophe in Crans-Montana, bei der 40 Menschen ums Leben kamen, hat weit über die Grenzen der Schweiz hinaus tiefe Bestürzung ausgelöst. Nur wenige Wochen später steht jedoch der Ski-Weltcup im renommierten Wintersportort bevor, wobei die sonst üblichen ausgelassenen Feiern der Fans bereits im Vorfeld einen bitteren Beigeschmack erhalten. Trotz allem soll die Veranstaltung stattfinden, jedoch mit gewissen Anpassungen.

Diese Information wurde nach den Veranstaltern nun auch vom internationalen Ski-Verband FIS gegenüber "20 Minuten" bestätigt.

„Nach sorgfältiger Abwägung haben wir beschlossen, die diesjährigen Rennen wie geplant durchzuführen und das Rahmenprogramm entsprechend der aktuellen Situation anzupassen“, erklärten die Organisatoren in einer Stellungnahme. „Diese Entscheidung spiegelt unseren Anspruch wider, den Sport mit Respekt und Würde zu leben.“

Ab dem 30. Januar macht der Weltcup mit drei Speed-Rennen Halt auf den Pisten Mont Lachaux und Nationale. Den Auftakt bildet die Damen-Abfahrt, gefolgt vom Super-G der Herren am 31. Januar, bevor die Männer am 1. Februar ebenfalls eine Abfahrt absolvieren.

Üblicherweise wird der Wettbewerb von großen Festen, Feiern, Konzerten und Shows begleitet. „Was das Rahmenprogramm betrifft, wie beispielsweise die Startnummernverlosung, Siegerehrungen und weitere Nebenveranstaltungen, werden entsprechende Änderungen vorgenommen“, teilte die FIS jetzt mit.

Wie genau diese Anpassungen aussehen werden, ließ der Weltverband bislang offen. Man befinde sich derzeit noch in der Prüfungsphase.

„Crans-Montana möchte, dass die Veranstaltung dazu beiträgt, Hoffnung zu schöpfen, positive Gefühle zu fördern und gleichzeitig Raum für Austausch und Gemeinschaft zu bieten – ohne dabei die Opfer zu vergessen und stets mit Zurückhaltung sowie Respekt zu gedenken“, so die FIS weiter.

Die internationale Sportveranstaltung werde bereits seit langer Zeit in enger Zusammenarbeit mit Partnern und Athleten vorbereitet, ergänzten die Organisatoren auf ihrer Homepage.

Dem Bericht des Schweizer Portals zufolge stehen insbesondere die in der Vergangenheit beliebten Konzerte aus Gründen der Pietät auf der Kippe.

Unter anderem war für dieses Jahr ein Auftritt des lokalen Singer-Songwriters Bastian Baker (34) geplant.